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finanzguru
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Bundesschatzbriefe als private Altersvorsorge
Verfasst am: 27.02.2009, 12:42 |
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Im Finanzmarktdschungel mit seinen exotischen Gewächsen wirken sie bieder wie gemeine Gänseblümchen. Dennoch sind Bundesschatzbriefe mehr als nur einen Blick wert — vor allem wenn es um die Altersvorsorge geht. Denn wie kaum eine andere Anlage kommen sie den drei wichtigsten Sparerwünschen sehr nahe: hohe Sicherheit, große Flexibilität, ordentliche Rendite.
Wer Bundesschatzbriefe kauft, der leiht dem Staat Geld und bekommt dafür fest vereinbarte Zinsen, und zwar sechs oder sieben Jahre lang. Die Mindestanlage beträgt lediglich 100 Euro. Um seine Geldgeber bei Laune zu halten, zahlt der Staat einen fortlaufend steigenden Zins. Mit jedem Jahr Laufzeit gibt es mehr.
Mehrmals im Jahr legt das Finanzministerium neue Serien auf. Wichtigste Merkmale einer Serie: der Monat und das Jahr der Endfälligkeit sowie die Verzinsung. Alle Serien bestehen immer aus zwei Typen, zwischen denen der Anleger wählen kann:
Typ A: Sechs Jahre Laufzeit, jährliche Zinsgutschrift.
Typ B: Sieben Jahre Laufzeit, einmalige Zinsgutschrift bei Ablauf (Zinsansammlung).
Die Rendite:
Typ B schneidet aufgrund der Zinseszinseffekte bei der Rendite stets etwas besser ab als Typ A. Wer über 20 Jahre lang jeweils zum Jahresanfang 1 000 Euro in Bundesschatzbriefe des Typs B investierte, kam in der Vergangenheit auf eine Durchschnittsrendite von 7,32 Prozent — deutlich mehr als bei den meisten Lebensversicherungen. Die aktuellen Serien mit dem niedrigsten Zins aller Zeiten werfen in der Endabrechnung allerdings nur rund 5 Prozent Rendite ab. Dennoch ist ein Einstieg jederzeit richtig. Sollte das Zinsniveau in den nächsten ein bis zwei Jahren deutlich steigen, spielt der Anleger seinen größten Trumpf aus: das eingebaute Umtauschrecht. Er kann seine Briefe dann einfach in besserverzinste umtauschen.
Sicherheit:
Die Bundesschatzbriefe bergen weder ein Kursrisiko, noch muss der Anleger um sein Geld bangen. Die Bundesrepublik gilt — trotz gewisser Finanznöte — als erstklassiger und zuverlässiger Schuldner.
Verfügbarkeit:
Schon nach dem ersten Jahr Laufzeit kann der Anleger jeden Monat bis zu 10 000 Euro flüssig machen und seine Bundesschatzbriefe bis zu diesem Betrag zurückgeben.
Kauf:
Bei jeder Bank oder Sparkasse kann der Anleger gebührenfrei Bundesschatzbriefe kaufen. Die Berater verschweigen aber gar zu gerne die Möglichkeit des kostenlosen Depotkontos bei der Bundesschuldenverwaltung in Bad Homburg. Vor allem bei einem wiederholten Serientausch wird das Bankdepot teuer. Wer regelmäßig Serien zurückgibt und neue, besserverzinste kauft, dem knöpft die Bank jedesmal Transaktionsgebühren ab und zwar bis zu 50 Euro pro Auftrag.
Deshalb fährt der Schatzbriefsparer wie folgt am besten: Kaufauftrag bei der Bank erteilen und einen Eintrag im Bundesschuldbuch verlangen. Die Bundesschuldenverwaltung schickt dann die Unterlagen, zum Beispiel für die Schuldbucheröffnung und den Freistellungsantrag. Dann die Formulare ausfüllen, zurückschicken und alles Weitere mit den staatlichen Schuldenverwaltern abwickeln. _________________
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