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finanzguru
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Fachwissen: Technische Chartmethoden
Verfasst am: 14.02.2009, 09:00 |
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Technische Chartmethoden liefern nicht immer gute Ergebnisse, aber sie sind einfach und mit wenig Aufwand realisierbar.
Kaffeesatzleserei, Kurvenjongleure, Hokuspokus, was müssen sich die Anhänger der technischen Analyse nicht alles anhören. Dabei liegt der Vorteil der Chartanalyse auf der Hand: Sie ist schnell, billig und einfach zu handhaben. Statt, wie bei der fundamentalen Analyse, zentimeterdicke und dröge Geschäftsberichte durchforsten zu müssen, brauchen Charttechniker im einfachsten Fall nicht mehr als Bleistift, Millimeterpapier und Taschenrechner.
Ist die Kurskurve zu Papier gebracht, fällt allerdings schnell auf, dass sie in der Regel sehr zackig und unruhig verläuft. Zwar läuft der Kurs über einen längeren Zeitraum hinweg in eine grobe Richtung, aber zwischendurch Euroiert er ständig kleinere Hochs und Tiefs. Um diese Ausschläge zu neutralisieren und eine klare Information für den allgemeinen Trend zu bekommen, errechnen die Chartisten eine zweite Kurve, die aus den jeweils 200 letzen Tageskursen errechnet wird - die sogenannte gleitende 200-Tage-Durchschnittslinie.
Optischer Unterschied: Auch wenn der Aktienkurs schon längst auf dem Weg in den Keller ist, verläuft die Durchschnittslinie immer noch waagerecht oder steigt sogar noch etwas. Dies haben die Chartisten ausgenutzt und folgende einfache Regel aufgestellt: Schneidet die Kurslinie die Durchschnittslinie von oben nach unten, ist dies ein Zeichen für einen negativen Trendwechsel, die Aktie sollte verkauft werden. Folglich ist die entgegengesetzte Richtung als Kaufsignal zu interpretieren.
Leider führt diese Methode zu relativ vielen Käufen und Verkäufen. Das gilt vor allem für die Phasen, in denen der Kurs auf der Stelle tritt und sich lediglich seitwärts bewegt. Die Techniker haben deshalb ihre Methode verfeinert. Jetzt gilt: Ein klares Kaufsignal liegt nur dann vor, wenn nicht nur die Kurslinie, sondern auch die Durchschnittslinie zum Zeitpunkt des Schnitts nach oben zeigt. Umgekehrtes gilt für den Verkaufszeitpunkt. Alle anderen Schnittpunkte sind lediglich als „schwache" Signale zu interpretieren.
Erfahrene Techniker schauen allerdings auch noch auf andere Indikatoren wie etwa Umsatzentwicklung oder die relative Stärke. Oder sie bauen noch einen Sicherheitsabstand von einem bis drei Prozent ein, das heißt, der Aktienkurs muss die Trendlinie um mindestens ein Prozent übersteigen, damit das jeweilige Signal tatsächlich bestätigt wird. _________________
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