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finanzguru
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Offene Immobilienfonds als private Altersvorsorge
Verfasst am: 24.02.2009, 16:35 |
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Wer sich den Traum vorn Eigenheim nicht erfüllen kann oder will, braucht trotzdem nicht auf das „Betongold" als Anlageform zu verzichten. Offene Immobilienfonds sind ebenso wie Renten- und Aktienfonds bereits für kleine Anlagebeträge zu haben. Allerdings legen sie ihr Geld nicht in Mietshäusern, sondern vorzugsweise in gewerblichen Objekten, wie Bürogebäuden oder Einkaufszentren, an. Auch wenn die derzeitige Flaute auf dem ImmobilienEurot die Renditen drückt: Immobilienfonds gelten als Substanzanlage mit eingebautem Inflationsschutz.
Renditechancen:
Offene Immobilienfonds weisen von allen Fondsgruppen die geringste Rentabilität auf. Dies lässt sich nicht nur anhand der Durchschnittsergebnisse der gesamten Fondsgruppe, sondern auch an den Renditen der besten offenen Immobilienfonds ablesen. Positiv für den Anleger ist jedoch, dass das Problem der richtigen Fondsauswahl in der Vergangenheit bei den offenen Immobilienfonds eine noch geringere Rolle als bei den Rentenfonds gespielt hat.
Sicherheit:
Mit der Sicherheit von Immobilienfonds ist es genauso gut bestellt wie bei den Rentenfonds. Ihr Wert wächst zwar relativ langsam, aber kontinuierlich. Lediglich der hohe Ausgabeaufschlag und die hohen laufenden Verwaltungskosten zehren am Ertrag und machen eine kurzfristige Anlage unrentabel.
In Zukunft muss unter Umständen aber auch bei Immobilienfonds dem Risiko von Wertschwankungen mehr Beachtung geschenkt werden. Bereits seit einigen Jahren befindet sich der Immobilienmarkt in Deutschland in einer Krise. Leerstände und sinkende Mietpreise bei Neuvermietungen sind auch bei guten Objekten an der Tagesordnung. Durch den anhaltend hohen Mittelzufluß geraten die Fondsmanager auf der anderen Seite in Anlagezwänge, weil es an erstklassigen und langfristig rentablen Objekten mangelt. Selbst Gebäude und Grundstücke im benachbarten Ausland, wo — wie beispielsweise in den Niederlanden — die Marktsituation deutlich besser ist, bleiben Mangelware. Dabei wäre eine solche Beimischung im Zuge der Risikostreuung sinnvoll. Fonds, die jetzt auf zweit-oder drittklassige Objekte setzen, werden diese Portfolioverschlechterung auf Dauer spüren und auch mal Jahre mit schlechterer Rendite abliefern.
Verfügbarkeit:
Auch hier gilt das gleiche, was schon bei Aktien- und Rentenfonds gesagt wurde: Der Umstieg oder Ausstieg aus einem Immobilienfondssparplan ist jederzeit möglich. Die relativ niedrige Wertentwicklung in Kombination mit hohem Ausgabeaufschlag und hohen laufenden Kosten erfordern jedoch eine Mindestanlage von zwei Jahren, sonst macht der Anleger unterm Strich ein Minus.
Steuereffekt:
Von den Wertsteigerungen eines offenen Immobilienfonds ist nur der Anteil zu versteuern, der aus Miet- und Zinseinnahmen resultiert. Dabei können diesen Einnahmen jedoch Abschreibungen auf Gebäude gegenübergestellt werden. Das führt in der Regel zu einer Verminderung des steuerpflichtigen Ertrags. Veräußerungsgewinne der im Fonds enthaltenen Immobilien sind für Privatanleger steuerfrei. _________________
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