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finanzguru





Übersicht über die verschiedenen Fondsarten
Verfasst am: 17.02.2009, 03:24

Mischfonds

Bislang war nur die getrennte Auflage von Wertpapier- und Immobilienfonds zulässig. Bei den neuen gemischten Wertpapier- und Grundstücksfonds können dagegen bis zu 30 Prozent des Fondsvermögens in Immobilien (wahlweise in Anteilen an offenen Immobilienfonds) angelegt werden. Der Rest der Anlagegelder kann — je nach Anlagephilosophie des jeweiligen Fonds — in Wertpapiere, wie Aktien, Anleihen oder GeldEurotanlagen, investiert werden.

Chancen: Mischfonds können eine komplette Vermögensverwaltung aus einer Hand bieten. Sie sind daher ideal für Anleger, die sich um die Geldanlage wenig kümmern wollen.

Risiken: Die Ertragschancen hängen stark von der Anlagephilosophie des jeweiligen Fonds und vom Geschick des Managements ab. Darüber hinaus besteht das Risiko, dass bei der Rückgabe von Fondsanteilen Wartezeiten entstehen, weil ein hoher Anteil des Fondsvermögens in wenig liquide Anlagen investiert ist.

Dachfonds

Investmentfondsanteil-Sondervermögen, wie Dachfonds im Fachjargon heißen, legen das Geld der Fondssparer in Anteilen an anderen offenen Investmentfonds an. Das können — je nach Fondskonzept — GeldEurot-, Renten-, Aktien-, offene Immobilienfonds oder auch Mischfonds und Pen 

sions-Sondervermögen sein, wobei in einen einzelnen Fonds nicht mehr als zehn Prozent des Fondsvermögens investiert werden dürfen. Anteile an anderen Dachfonds dürfen nicht erworben werden. Doppelte Kosten dürfen nicht berechnet werden, wenn die Fondsgesellschaft in konzerneigene Fonds investiert.

Chancen: Dachfonds sind eine vereinfachte Form des Fonds-Picking und bieten eine standardisierte Fondsvermögensverwaltung aus einer Hand. Risiken: Der Anlageerfolg hängt von Qualität und Breite der Fondsauswahl, vom Geschick des Managements und von der Kostenbelastung ab. Werden Fonds anderer Gesellschaften erworben, kommen unter Umständen doppelte Ausgabeaufschläge und Managementgebühren hinzu.

Aktienfonds mit begrenzter Laufzeit

Aktien-Laufzeitfonds, die via Luxemburg bereits angeboten werden, sollen vor allem konservative Anleger ansprechen. Denn dank der Laufzeitbegrenzung kann das in Aktien investierte Fondsvermögen bequem und vergleichsweise kostengünstig gegen Kursverluste abgesichert werden. Oft sind diese Fonds daher mit einer Garantie ausgestattet, die dem Anleger zum Laufzeitende zumindest die Rückzahlung des eingezahlten Kapitals garantiert.

Chancen: Mit Aktien-Laufzeitfonds können Anleger von einer guten Börsenentwicklung profitieren, ohne das volle Verlustrisiko zu tragen.

Risiken: Kurssicherungsgeschäfte kosten Geld — und das geht zu Lasten der Gewinnchancen. Auch Aktien-Laufzeitfonds bieten keinen vollständigen Schutz vor Verlusten. Je nach Konzept drohen Risiken, wenn Fondsanteile vorzeitig zurückgegeben werden.



Aktienindexfonds

Unter Wissenschaftlern gilt es längst als gesicherte Erkenntnis, dass auch der beste Fondsmanager den Eurot nicht dauerhaft übertreffen kann. Indexfonds verzichten daher auf aktives

Fondsmanagement und legen das Fondsvermögen in einem Wertpapierportfolio an, das in seiner Zusammensetzung dem Aktienkorb eines führenden Aktienindex — beispielsweise des Dax — entspricht. Das spart Managementkosten und bringt kaum weniger Ertrag als aktiv gemanagte Fonds.

Chancen: Wer in einen Indexfonds investiert, erzielt genau den Wertzuwachs, den der jeweilige Index erwirtschaftet hat.

Risiken: Da Indexfonds nicht aktiv gemanagt werden, bieten sie auch keinen Schutz vor Verlusten. Sinkt der Index, stürzt auch der Wert des Fondsanteils in gleicher Höhe ab. Das kann im Crash zu einem Dominoeffekt mit ungebremsten Verlusten führen.

Fondsaktien

Bei geschlossenen Wertpapierfonds, wie Fondsaktien im Fachjargon heißen, investiert die Gesellschaft das Fondsvermögen — genau wie offene Fonds auch — in Wertpapiere, wie Aktien und Anleihen. Doch die Fonds werden in Form einer börsennotierten Aktiengesellschaft aufgelegt. Dabei wird eine feste Anzahl von Anteilscheinen ausgegeben. Sind diese verkauft, wird der Fonds geschlossen, und die Anteile können künftig nur noch über die Börse ge- und verkauft werden. Dem Fondsmanagement bringt das Vorteile. Denn es kommt nie unter Druck, Fondsvermögen zu verkaufen, nur weil Anleger vermehrt Anteile zurückgeben wollen.

Chancen: Weil das Management sich ausschließlich auf Aktienauswahl und Börsenentwicklung konzentrieren kann, bringen Fondsaktien oft bessere Erträge als herkömmliche Fonds.

Risiken: Die Kursentwicklung von Fondsaktien wird nicht nur von der Wertentwicklung des Fondsvermögens, sondern auch von Angebot und Nachfrage an der Börse bestimmt. Das erhöht die Gewinnchancen, aber auch das Verlustrisiko. Denn der Kurs von Fondsaktien schwankt entsprechend dem Auf und Ab an der Börse weit stärker als die Rücknahmepreise offener Investmentfonds.
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Tags: fonds, verschiedenen, immobilienfonds, kosten, entstehen, laufzeit

 
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