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finanzguru
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Vorteil eines Investmentfonds gegenüber einzelnen Aktien
Verfasst am: 26.11.2008, 16:52 |
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Die Idee der Investmentfonds ist über 100 Jahre alt und genauso einfach wie überzeugend: Anleger, denen das Risiko einer Direktanlage am Aktienmarkt zu groß erscheint, denen das notwendige Kapital für eine breite Streuung ihres Vermögens über verschiedene Wertpapiermärkte oder für den Einstieg in den Immobilienmarkt fehlt oder denen es einfach nur an Zeit mangelt, sich um ihre Geldanlage zu kümmern, schließen sich zusammen und inve-stieren ihre Spargelder in einen gemeinsamen Topf — den Investmentfonds. Ein professionelles Management übernimmt die Verwaltung der eingesammelten Gelder und bestimmt, welche Papiere an-oder verkauft werden sollen. Damit erschließen sich jedem einzelnen Fondssparer alle jene Vorteile der Geldanlage, die sonst lediglich Großanleger genießen. Sie nutzen das Know-how professioneller Depotmanager, zahlen niedrige Wertpapierspesen, weil der Fonds als Großanleger auftritt und somit beim An- und Verkauf von Wertpapieren Kostenvorteile erzielt — und nicht zuletzt haben sie die Möglichkeit, ihr Ri-siko breit zu streuen, weil sich das Fondsvermögen auf verschiedene Anlageformen sowie auf zahlreiche Einzelwerte verteilt.
Darüber hinaus gilt die Investmentanlage als pflegeleicht. Anleger brauchen die Entwicklung vieler Einzeltitel nicht zu überwachen und müssen sich nicht um die Wiederanlage auslaufender Papiere kümmern. Vielmehr können sie die Wertentwicklung ihres Fonds auf einen Blick in den Wirtschaftsteilen überregionaler Tageszeitungen verfolgen. Soviel Komfort fördert bisweilen den Irrglauben, die Sparer brauchten sich nach dem Kauf nicht mehr um ihre Fonds zu kümmern, weil deren Wert automatisch wächst. Doch das ist eine gefährliche
Illusion. Einen Börsencrash kann niemand vorhersagen—auch der versierteste Fondsmanager nicht. Insbesondere bei Kurseinbrüchen auf breiter Front werden auch die entsprechenden Fondsvermögen in Mitleidenschaft gezogen.
Dennoch bieten Fonds im Vergleich zur Direktanlage einen entscheidenden Vorteil: Wer Aktien, Anleihen oder andere Wertpapiere kauft, kann als Privatanleger mit begrenztem Vermögen meist nur eine kleine Auswahl von Papieren erwerben. Verluste in einer einzigen Position des Anlagedepots können daher schnell den Gewinn der gesamten Anlage zunichte machen. Nicht so beim Fonds. Weil das Anlagekapital breit über verschiedene Titel, Währungen und/oder Anlageformen und Länder verteilt ist, können Ausrutscher einzelner Papiere aufgefangen werden.
Um von den zahlreichen Vorteilen eines Investmentfonds profitieren zu können, zahlen viele Anleger ihre Spargelder in einen großen Topf — den Fonds. Professionelle Fondsmanager entscheiden dann, was mit dem Geld weiter geschieht. Je nach Fondsart kaufen sie beispielsweise Wertpapiere, Immobilien oder auch Rohstoffe. Zusammen mit eventuell vorgehaltenen Barreserven bilden diese Werte das Fondsvermögen. Um Miteigentümer an diesem Fondsvermögen zu werden, müssen die Anleger Anteilscheine — auch Investmentzertifikate genannt —erwerben. Das sind Wertpapiere, die die Einlage des Sparers bei der Investment- oder Kapitalanlagegesellschaft verbriefen. Mit jedem Anteilschein erwerben Anleger zugleich einen bestimmten Bruchteil am Fondsvermögen. Der Wert der Anteilscheine kann je nach Fondsvariante mehr oder weniger schwanken. Entsprechend ihrem Anteil haben Fondssparer Anspruch auf eine Beteiligung am Ertrag, den die Fondsverwaltung mit diesem Vermögen erzielt.
Die vom Fondsmanagement erwirtschafteten Zins-, Dividenden oder Mieteinnahmen plus Veräußerungsgewinne stehen daher den Fondssparern zu. Um den Anteil pro Anleger zu ermitteln, wird die Summe der Einnahmen einfach durch die Zahl der ausgegebenen
Anteile geteilt und — je nach Fondskonzept — entweder ausgeschüttet oder automatisch wieder angelegt, also thesauriert, wie Fachleute dazu sagen. Das Geld, das der Sparer für den Kauf des Fondsanteils hingibt, fließt — nach Abzug eines sogenannten Ausgabeaufschlags — in das Fondsvermögen und wird von der Fondsgesellschaft nach den im Verkaufsprospekt ersichtlichen Zielen der Anlage angelegt.
Der Ausgabeaufschlag enthält die Vermittlungsprovision für den Verkäufer (Banken oder freie Vermittler) sowie die Kosten für Anfertigung und Ausgabe der Zertifikate. Wer sich für die Geldanlage in einem Investmentfonds entscheidet, hat allerdings die Qual der Wahl. Investmentfonds gibt es in unzählig vielen Varianten. Grundsätzlich werden sie zunächst nach der Art ihrer Konstruktion unterschieden. In Deutschland dominieren sogenannte offene Fonds. Kennzeichen dieser Konstruktion ist die unbegrenzte Zahl der ausgegebenen Anteile. Bei entsprechendem Mittelaufkommen werden laufend neue Anteile ausgegeben. _________________
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