Was ist bei einer Anschlussfinanzierung zu beachten? Verfasst am: 02.11.2008, 05:02
Fragen Sie Ihre Bank spätestens sechs Wochen vor Ablauf der Zinsbindung nach Angeboten für die Anschlussfinanzierung. Lassen Sie sich nicht nur den neuen Zinssatz, sondern auch das zu finanzierende Restdarlehen, die neue Ratenhöhe und die Restschuld nach Ablauf der neuen Zinsbindung nennen.
Vergleichen Sie die Konditionen mit Konkurrenzangeboten. Gibt es günstigere Institute, sollten Sie einen Bankwechsel ins Auge fassen, zumindest von der Hausbank eine Nachbes-serung des Angebots fordern.
Erkundigen Sie sich vor einem Bankwechsel beim Notar über die Höhe der anfallenden Kosten für die Grundschuldübertragung und bei der Bank über zusätzlich anfallende Schätzgebühren. Je höher die Kosten der Umfinanzierung, desto günstiger
muss der neue Geldgeber sein, damit sich der Wechsel lohnt.
Bei den derzeit niedrigen Zinsen ist in der Regel eine langfristige Zinsbindung von zehn Jahren sinnvoll. Darlehen zu variablen Zinsen sind risikoreich und derzeit teurer als Festzinsdarlehen.
Lassen Sie sich bei der Anschlussfinanzierung nicht auf ein Disagio ein.
Vereinbaren Sie mit der Bank einen höheren Tilgungssatz, wenn Sie bei der Anschlussfinanzierung einen größeren finanziellen Spielraum haben als zu Beginn der Finanzierung. Die schnellere Schuldentilgung kann erhebliche Teile der Finanzierungskosten sparen. Versuchen Sie außerdem, sich die Möglichkeit zu Sondertilgungen vertraglich zu sichern. _________________